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Münchener Straße

Gehen Sie zum Hauptbahnhof. Lassen Sie ihn links liegen. Und machen Sie's wie Kaiser Wilhelm II. Der ist nicht mal zur Einweihung im Jahr 1888 gekommen. Überqueren Sie den Vorplatz und nein, lassen Sie sich nicht verführen von der Taunusstraße. Ein Rotlichtviertel mit kreischenden roten Herzen, wie man sie schon überall gesehen hat. Gehen Sie auch nicht in die Kaiserstraße. Sie lenkt Ihren Blick auf den Boulevard und gründerzeitliche Prachtbauten und versucht vergessen zu machen, dass Frankfurt in Schutt und Asche gebombt wurde.

Lassen Sie sich auch nicht ablenken von den Seitenstraßen, die benannt sind nach großen und kleinen Flüssen und Sie in die Welt der verbotenen Straßenprostitution und des erlaubten Fixens in den Druckräumen zieht.

Das berühmte Bahnhofsviertel, wo sich auf wenig Raum illegale Spieler und legale Spekulanten, Junkies und Dealer, Freier und Huren bewegen. Ein Turban hier, ein Kopftuch da, eine Spritze im Arm und den Tanga über den Stilettos - alles nur Klischees.

Gehen Sie in die Münchener Straße und Sie werden vergessen, dass Sie in Deutschland sind oder Mitteleuropa.

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